Farbenfrohes Wien: Graffiti Kunst bei der Capistranstiege

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Wien Graffitis Capistranstiege. Foto ©astrid.eishofer
Wien Capistranstiege. Graffiti Artistis: Jerson.Jimenez, Kashink , Skirl, Perfect World‚Ā£. Foto ¬©astrid.eishofer

 

Wien ist bunt, kreativ, laut und manchmal ganz leise. Wir Wiener lieben unsere Stadt. Hier lachen, leben und granteln wir. Vieles ist anders als in anderen Metropolen, was sich im historisch-modernen Stadtbild widerspiegelt. So auch in zahlreichen Graffiti-Walls, die graue Wände in farbenfrohe Kunstwerke verwandeln.

Jene bei der Capistranstiege im 6. Bezirk sind im Rahmen des Calle Libre Festival 2015 entstanden. 2020 ist das Fest der Stra√üenkunst im August geplant ‚Äď wegen der Coronapandemie m√ľssen jedoch Abstriche gemacht werden.

Urbane √Ąsthetik im √∂ffentlichem Raum

Das Festival m√∂chte echte Stra√üenkunst zeigen, im Gegensatz zu den zahlreichen Schmierereien auf Hausw√§nden, die meist illegal entstehen. Calle Libre ist ein klares Statement dagegen. Hier geht es um beauftragte Graffiti Kunst, die nichts mit der Verschandelung fremden Eigentums zu tun hat.

Kulturelle Perspektiven, pers√∂nliche Meinungen und k√ľnstlerische Ansichten werden frei zum Ausdruck gebracht. Urbane √Ąsthetik steht im Vordergrund. Zeitgen√∂ssische Graffitis und anderen Formen der Stra√üenkunst werden auf kuratierten W√§nden in der ganzen Stadt vereint. 

Der Dialog zwischen der √Ėffentlichkeit und den Artists soll durch k√ľnstlerische Interventionen gef√∂rdert werden. Zu diesem Zweck werden normalerweise Workshops, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Stadtrundfahrten und Abendveranstaltungen angeboten.

2020 werden solche Side-Events coronabedingt gestrichen. Das Festival soll trotzdem stattfinden.

 

Zur√ľck zur Capistranstiege

Diese befindet sich im 6. Wiener Gemeindebezirk, N√§he Fillgraderstiege. Errichtet wurde sie 1906 als die gleichnamige Gasse entstand. Die schmiedeeisernen Gel√§nder verf√ľgen √ľber geometrische Muster im Jugendstil.

Interessant ist die Geschichte des Namensgebers Johannes Capistranus. Zu seiner Zeit (im 14. / 15. Jahrhundert) war er in Europa als Wanderprediger und Inquisitor ebenso bekannt, wie f√ľr seine Judenfeindlichkeit. Trotzdem wurde er sp√§ter von der katholischen Kirche heiliggesprochen. 

Nachdem eine HistorikerInnen-Kommission in den Jahren 2011 bis 2013 die Namensgeber von Stra√üen in Wien untersucht hatte, ordnete sie die Capistrangasse als Fall mit Diskussionsbedarf ein. Als Begr√ľndung wurde der zeithistorische Kontext genannt. 

 

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