Recent Posts

Rendezvous mit Mozart

Rendezvous mit Mozart

  Mozart ist zurück und er ist bestens für den Reset nach dem Corona-Lockdown gerüstet. „Schau, genau dort endet der Mindestabstand. Da musst du stehen bleiben,“ ruft er mir zu und zeigt auf die gelbe Linie vor seinem Sockel. Der Straßenkünstler spricht lauter als sonst, […]

Pancakes mit nur 2 Zutaten? So einfach geht es wirklich!

Pancakes mit nur 2 Zutaten? So einfach geht es wirklich!

  Herrlich wie einfach das klingt: Bananen Pancakes mit nur 2 Zutaten! Auf Instagram und auf anderen Social Media Plattformen sehe ich immer wieder diese süßen Dinger, die nur aus 2 Zutaten bestehen und super easy und schnell gemacht sind. Das musste ich natürlich ausprobieren […]

Mach´s wie der Haydn – trag es mit Würde

Mach´s wie der Haydn – trag es mit Würde

  „Schau Jacki, da sitzt ein Vogel am Kopf!“ Gemeint war die Taube am Haupt des Joseph Haydn Denkmal vor der Mariahilfer Kirche. „Mir wurscht,“ motzte der Bub, „komm jetzt Mama, wir müssen heim.“ Er zerrte am Arm der Frau, um sie vorwärts zu bewegen. […]

1. Mai 2020 – Freiheit neu interpretiert

1. Mai 2020 – Freiheit neu interpretiert

    Manche Bilder sagen mehr als 1000 Worte…⁣   1. Mai 2020 in Wien. Es ist nicht nur Tag der Arbeit, sondern auch der Tag, an dem die Ausgehbeschränkungen in Österreich aufgehoben werden. Hinter uns liegen 7 Wochen Lockdown. Jetzt soll das Land langsam wieder […]

Physical Distancing – meine Mutter findet es entrisch

Physical Distancing – meine Mutter findet es entrisch

Physical distancing. Tag XY  Mittwoch, 22. April 2020 in Wien. Dieser Artikel spiegelt ausschließlich die persönlichen Eindrücke der Autorin wider.    Woche 5 seit dem Corona-Lockdown in Österreich. Seit Montag treten immer mehr Lockerungen in Kraft. Das Land soll langsam wieder hochgefahren werden, auch wenn die […]

Physical distancing – Lost in Bärlauch-City

Physical distancing – Lost in Bärlauch-City

Physical distancing. Tag 32  Mittwoch, 16. April 2020 in Wien. Dieser Artikel spiegelt ausschließlich die persönlichen Eindrücke der Autorin wider.        Fröhliches Vogelgezwitscher, Knoblauchduft liegt in der Luft und rundherum alles grün – welcome to Bärlauch Paradise! Ein bisschen Normalität in dieser verrückten Zeit […]

Physical Distancing – Mundschutz ist kein Maulkorb

Physical Distancing – Mundschutz ist kein Maulkorb

Physical Distancing Tagebuch. Tag 30 #STAYatHOME, Dienstag, 14. April 2020 in Wien. Dieser Artikel spiegelt ausschließlich die persönlichen Eindrücke der Autorin wider.    Eine wunderbare Welle der Hilfsbereitschaft, wird derzeit durch die sozialen Medien gespült und die tut besonders in Zeiten von Lockdown und Covid 19 […]

Vegane Kakao Nuss Kugeln

Vegane Kakao Nuss Kugeln

  Diese vegangen Kakao-Nuss-Balls kommen ganz ohne Industriezucker und ohne tierische Milch aus. Ausnahme: die Deko-Schmetterlinge. Gesüßt werden die Kugeln mit Datteln, die dank ihrer klebrigen Konsistenz alles zusammenhalten. Zutaten: 200g geriebene Haselnüsse Einige EL Kakaopulver (das hängt davon ab, wie dunkel ihr eure Kugeln […]

Physical Distancing – Palmsonntag auf Balkonien

Physical Distancing – Palmsonntag auf Balkonien

  Im Februar hatte sich Bekannter bereit erklärt, meine alte Balkon-Sitzbank abzuholen und zu entsorgen. Endlich wollte mich jemand von diesem maroden Ding befreien. Für mich selbst war die Bank zu schwer und Kleinholz daraus zu machen, war nicht möglich, wegen der Metallkonstruktion im Inneren.  Geplant […]

Physical Distancing –  MUNDSCHUTZ, Maskerade & Pöbeleien

Physical Distancing – MUNDSCHUTZ, Maskerade & Pöbeleien

Physical Distancing Tagebuch. #STAYatHOME Tag 17. Montag, 1. April 2020 in Wien. Dieser Artikel spiegelt ausschließlich die persönlichen Eindrücke der Autorin wider.      1. April 2020 – Die Maskerade beginnt und das ist kein Aprilscherz.   Gleich vorweg: Ich persönlich finde diese Maßnahme wichtig, weil […]


REIHEIT NEU INTERPRETIERT

1. Mai 2020 – Freiheit neu interpretiert

1. Mai 2020 – Freiheit neu interpretiert

 
Lockdown in Österreich Woche 7
Lockdown in Österreich Woche 7

 

Manche Bilder sagen mehr als 1000 Worte…⁣
 

1. Mai 2020 in Wien. Es ist nicht nur Tag der Arbeit, sondern auch der Tag, an dem die Ausgehbeschränkungen in Österreich aufgehoben werden. Hinter uns liegen 7 Wochen Lockdown. Jetzt soll das Land langsam wieder hochgefahren werden. Abstandsregel, mancherorts Maskenpflicht und andere Maßnahmen gelten noch. Aber heute wird erst einmal die neue Freiheit genossen und viele Städter zieht es in Naherholungsgebiete wie die Steinhofgründe im 16. Wiener Gemeindebezirk. Ich bin mit meiner Kamera unterwegs, um den Frühling einzufangen.

Die Polizei patrouilliert im Schritttempo innerhalb des Areals.

Eigentlich ist hier Fahrverbot, aber falls jemand auf den Mindestabstand vergisst, solle man die Leute daran erinnern. So ähnlich lautet die Begründung für die vermehrte Präsenz der Exekutive in Wien. Mich persönlich tangiert das wenig – andere scheinbar mehr. „Die tun nichts, aber ein bissl komisch ist es schon,“ ruft mir ein junger Mann aus der Ferne zu. Er sitzt mit Frau und Kind auf einer Picknickdecke und beobachtet akribisch das Geschehen rundherum. Mir wäre gar nicht in den Sinn gekommen, dass „die“ etwas tun könnten. 

 
Irgendwie habe ich den Eindruck,
dass dieser Tag für viele das Highlight der letzten Wochen ist. Es wird viel gelacht und geplaudert auf den Wiesen. Platz zum Abstandhalten ist genug und die Menschen scheinen sich Mühe zu geben, die Regeln einzuhalten. Eine junge Mutter spielt mit ihrer Tochter Federball und vor mir absolviert ein Typ sein Fitnessprogramm. Sehr motiviert allesamt. Familien sitzen weit voneinander entfernt. Die, die zusammen wohnen, teilen sich eine Decke. Wobei…wer sich mit wem eine Wohnung teilt, kann ich gar nicht wissen und außerdem geht es mich nichts an. 
 
Weiter drüben lassen 2 Buben ihre selbstgebastelten Drachen steigen. „Die haben sich schon so darauf gefreut“, erzählt mir die alleinerziehende Mutter. „Noch eine Woche daheim wäre zuviel für uns gewesen,“ fügt sie nachdenklich hinzu. Ins Einkaufszentrum würde sie sich vorerst noch nicht trauen: „Dieses Corona ist ja nicht weg, nur weil die Geschäfte wieder aufsperren und wenn ich krank werde, weiß ich nicht, was mit den Kindern ist.“
 
Gedanken wie diese begleiten derzeit viele Menschen. Andere wiederum überlegen sich, wie sie die wirtschaftlichen Scherben des Lockdowns wegkehren können. 
 
 
Es ist eben kein Frühlingstag wie jeder andere.
Umso mehr will man, all das einfach einmal für einen Nachmittag gut sein lassen. Nach 7 Wochen hauptsächlich daheim hocken, bedeutet dieser 1. Mai für viele Städter, endlich wieder ohne schlechtes Gewissen länger rausgehen zu können. Keiner, der fragt, ob man eh einen der berüchtigten vier Gründe dafür hat, die uns in den letzten Wochen mantramäßig von der Regierung vorgebetet wurden. Da ist es auch völlig egal, ob ein Polizeiauto nebenher fährt. Und ganz ehrlich: „Die“ tun wirklich nichts außer ihren Job.
 
Auch wenn es sich eigenartig anfühlt: Abstandhalten ist nun einmal notwendig, um sich und andere zu schützen. Nicht weil es Politiker sagen, sondern weil wir es derzeit einfach nicht besser wissen. Was das Virus anbelangt, muss man eben den Erkenntnissen der Wissenschaftler vertrauen und die lernen selbst jeden Tag dazu. Da hilft es auch nichts, rauszuschreien, dass man sich nichts mehr sagen lassen will.
 
Dem Virus ist das völlig egal.
 
Beim Hochfahren der Wirtschaft sieht die Sache anders aus.
Da wäre rasches Handeln gefragt, statt dem Schwingen großer Reden. Ein 38 Milliarden Euro Hilfspaket klingt zwar großzügig, bei vielen Unternehmern ist aber immer noch nichts davon angekommen. Manche Branchen müssen weiter Berufsverbote hinnehmen und vielen Menschen fehlen die Zukunftsperspektiven. Was sich so gut wie alle Selbstständigen in der jetzigen Situation wünschen: weniger politische Selbstbeweihräucherung, mehr Praxisnähe statt Theorie und realistische Zeithorizonte. Das braucht es nämlich, um planen und entscheiden zu können, ob und wie es betrieblich weitergehen kann. 
 
Das war der 1. Mai 2020 ganz pragmatisch betrachtet. 
 
Emotional gesehen, war er aber auch voll Sonnenschein, Blütenduft, Frühlingsfarben, Leichtigkeit, Kinderlachen, lebendiger Gespräche, Wärme und Nähe – trotz physischer Distanz.
 
 
 
Dieser Artikel spiegelt ausschließlich die persönlichen Eindrücke der Autorin wider.   

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Die Verwendung von Cookies ermöglicht uns u.a. eine bessere Qualitätssicherung, Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Weiters verwenden wir Cookies zu Statistikzwecken. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen weiter verwenden, oder Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich mit dieser Einstellung einverstanden. Genauere Informationen und die Möglichkeit zum Widerspruch finden Sie hier: https://www.bild-content.com/datenschutzerklaerung/

Schließen