Wiener Weihnachtstraum in der Pandemie

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Wiener Weihnachtstraum

 

Was tun, während sich das Christkind die Flügel poliert, die Locken eindreht und sich auf den großen Einsatz vorbereitet? Ab zum Wiener Weihnachtstraum am Rathausplatz, wo Krippenpfad, Bussiplatz, Herzerlbaum und jede Menge Bling-Bling warten. Während des Lockdowns sind Punschstände, Riesenrad und Ringelspiel zwar geschlossen, aber der schön beleuchtete Rathauspark ist für SpaziergängerInnen offen und zaubert allen ein Lächeln ins Gesicht. Ein Lächeln, das vielen in Zeiten der Pandemie vergangen zu sein scheint.

 

Wiener Weihnachtstraum

 

Alte Tradition – neue Freude 

Der Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz ist der ideale Ort, um ein bisschen Weihnachtsstimmung zu tanken. Schon von der Ringstraße aus ist die Glitzerwelt zu sehen. Gegenüber vom Cafe Landtmann leuchtet euch der Schriftzug „frohes Fest“ entgegen. Auf Höhe des Burgtheaters flaniert man durch den Torbogen, der wie ein riesiger Adventskranz anmutet.

Weihnachtstraum am Wiener Rathausplatz

 

Der Christkindlmarkt – leise wie nie zuvor

Einsame Engel hängen über den geschlossenen Buden. Wie es um meine Weihnachtsstimmung besteht, erkennt man wohl daran, dass ich im ersten Blick dachte, es handle sich um Schmetterlinge. Wie auch immer: Schön sind sie allemal.

Links und rechts des Christkindlmarktes führen die Wege durch den üppig geschmückten Rathauspark. Vorbei geht es an den geschlossenen Fahrgeschäften für Kinder. Überdimensionierte Christbaumkugeln liegen auf den Wiesen vor den beleuchteten Bäumen.

 

Weihnachtstraum am Wiener Rathausplatz

 

Bussiplatz und Herzerlbaum

Direkt am Bussiplatz wartet eine kleine Holzplattform auf BesucherInnen, die herzig kitschige Fotos knipsen. Einmal mehr zeigt sich die Modernität der Stadt Wien, denn dieser Hotspot ist very instagrammable, was in der heutigen Zeit nicht ganz unwesentlich ist. Normalerweise dreht sogar eine kleine Bimmel-Bahn ihre Runden durch die Weihnachtswelt. Pandemie bedingt wird derzeit darauf verzichtet. Macht nichts. Zu Fuß durchzugehen, ist ohnehin eindrucksvoller. So kann man sich die handgefertigten orientalischen Krippen genauer ansehen und den Hashtag #wienliebe vor dem Herzerlbaum mit einem schönen Foto für Instagram & Co gebührend würdigen.

 

Wiener Weihnachtstraum Herzerlbaum

 

Vor diesem Hashtag steht eine kleine Familie

Der Bub schaut in den Himmel und zeigt nach oben: „Papa, ich glaub, das Christkind ist gerade vorbeigeflogen!“ Der Vater antwortet leicht genervt: „Ge bitte, das war ein Flugzeug. Das Christkind gibt es nicht.“ Der Kleine beginnt zu weinen. Seine ältere Schwester beugt sich zu ihm hinunter, nimmt ihn in die Arme und sagt mit sanfter Stimme: „Mach dir nichts draus, er hat es bestimmt nicht so gemeint. Und weißt du was? Ich habe es auch gesehen.“  

Ganz ehrlich: Ist es nicht menschlich, wenn während des Lockdowns die Nerven hin und wieder blank liegen?

Gleich darauf entschuldigt sich der Vater: „Nicht weinen, ihr habt bestimmt recht. Vielleicht gibt es das Christkind doch und es war einfach nur zu schnell für mich.“ Die Kinder lächeln. Weihnachtsfrieden gerettet. Es darf weiter geträumt werden – auch in Zeiten der Pandemie.

 

Fakten:

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